Apr.
Klassensieg in der NLS, bester Mercedes-AMG in der GTWC Pro-Am
GetSpeed Performance hat ein erfolgreiches Rennwochenende hinter sich. Am Samstag errang das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring einen Klassensieg in der Nürburgring Langstrecken-Serie. Am Sonntag beendete der Rennstall von Adam Osieka das Auftaktrennen in der Fanatec GT World Challenge Europe in Monza (ITA) als bestes Mercedes-AMG-Team in der Pro-Am.
Erstes Rennen, erster Sieg
„Besser hätten Janine Shoffner und Moritz Kranz am Samstag nicht in die Langstrecken-Saison auf der Nürburgring Nordschleife starten können“, sagt Osieka. „Im Mercedes-AMG GT3 holte das Duo beim ersten Rennen der NLS auf Anhieb das Triple: Pole-Position, schnellste Rennrunde in der SP9 Am und schließlich der Sieg.“ Die schnellste Rennrunde des Duos, 8:00,937 Minuten, entspricht einem, Schnitt von 182,329 km/h. Insgesamt absolvierten sie im 4-Stunden-Rennen 28 Runden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs-Kurzanbindung und Nordschleife ohne Probleme.
„Das Rennen hat eine Menge Spaß gemacht. Am Ende konnten wir die SP9-Am gewinnen, was ja auch unser erklärtes Ziel war. Für den dritten NLS Lauf sind wir bestens gerüstet“, sagte Shoffner und Kranz ergänzte: „Ich bin wirklich sehr zufrieden mit meinem Einstand im GT3 auf der Nordschleife. Im Qualifying hatten wir Pech und keine vernünftige Runde. Trotzdem konnten wir die Pole-Position für uns verbuchen. Im Rennen bin ich zwei Stints gefahren und das hat mir nochmal geholfen, im Mercedes AMG GT3 anzukommen. Janine hat einen super Job gemacht und angesichts der Situation mit vielen gelben Flaggen und Verkehr gute Zeiten gefahren.“
Schnelle Zeiten, Teamgeist und am Ende Wetterchaos in Monza
Nicht mit dem gewünschten Ergebnis verlief der Saisonauftakt der GTWC in Monza. Auf dem italienischen Traditionskurs fuhren Nico Bastian, Olivier Grotz und Florian Scholze im Mercedes-AMG GT3 auf Platz vier in der Pro-Am. Damit verfehlte das Trio bei – teils chaotischen Wetterbedingungen – den Podestrang nur knapp, war aber immerhin die bestplatzierte Mercedes-AMG-Mannschaft in der Klasse.
Das Wochenende begann mit schnellen Zeiten aller Protagonisten in den Test-Sessions am Donnerstag und Freitag. „Wir haben als Team sehr gut zusammengefunden“, sagte Bastian. „Alleine deswegen war der Start in das neue Projekt positiv.“ Am Samstag, nach dem Pre-Qualifying, stellte sich dann trotz der fünftschnellsten Zeit im gesamten Feld schnell Ernüchterung ein. Ein Riss im Motorblock, der bei einem Ausritt ins Kiesbett entstand, ließ Böses erahnen. „Wir wussten am Samstagabend nicht genau, ob wir Sonntag am Start sein würden“, sagte Grotz. „Doch das Team hat nicht aufgegeben und den Motor wieder flott gemacht.“ GetSpeed hat den Schaden über Nacht vor Ort behoben. „Da merkt man, dass wir bei den ganzen Einsätzen bei Langstreckenrennen auf der Nordschleife gelernt haben, zu improvisieren“, sagte Osieka.
Das Rennen selbst begann hektisch. Wenige Minuten nach dem Start setzte heftiger Regen ein. „Es gab viele Möglichkeiten, Fehler zu machen“, sagte Bastian. „Und wir sind weitestgehend fehlerfrei geblieben. Nur ein Fehler beim Boxenstopp hat uns eine Stopp & Go-Strafe eingebracht.“ Der unplanmäßige Stopp wurde GetSpeed dann zum Verhängnis, da bei der Boxenausfahrt das Safetycar den Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer #2 unmittelbar einfing und Bastian, Grotz und Scholze so eine Runde auf die drei führenden Fahrzeuge in der Pro-Am einbüßten. „Das konnte selbst Nico mit schnellen Runden im letzten Stint nicht mehr aufholen“, sagte Grotz. „Alles in allem bin ich trotzdem zufrieden mit dem ersten Rennwochenende, auch wenn Platz vier, und damit knapp am Podium vorbei, immer etwas ärgerlich ist. Wir hatten den Motorschaden, ich bin meine ersten Kilometer mit dem AMG GT3 im Regen gefahren – dafür haben wir uns gut geschlagen. Das gesamte Wochenende stimmt mich positiv für die nächsten Rennen.“
Fazit: Solide Leistung an allen Fronten
„Wir haben an unserem ersten Rennwochenende in diesem Jahr eine solide Leistung abgeliefert“, zog Osieka sein Resümee. „Nach der Absage des ersten NLS-Laufs war der echte richtige Renneinsatz in diesem Jahr gleich eine Doppelbelastung. Diese haben wir perfekt gemeistert. Unsere Nordschleifenabteilung konnte mit dem Kundenfahrzeug von Janine und Moritz einen tollen Erfolg feiern. Und auch wenn die Erwartungen der GTWC-Fraktion in Italien nicht ganz erfüllt wurden, blicken wir positiv nach vorne. In der Pro-Am waren wir von der Pace her auf Siegkurs und nur eine Durchfahrtsstrafe nach einem Formfehler beim Boxenstopp konnte uns stoppen. Sonst wäre mehr drin gewesen.“
Bereits in zwei Wochen geht es in der Grünen Hölle weiter. Auf dem Programm steht dann Rennen drei der Nürburgring Langstrecken-Serie. Zur Vorbereitung auf „big one“, das ADAC 24h-Rennen auf dem Nürburgring Anfang Juni, sind am ersten Mai-Wochenende alle drei Mercedes-AMG GT3 in Top-Besetzung mit von der Partie. Ende Mai geht es dann auch in der GT World Challenge weiter. Vom 28. bis 30. Mai stehen dann die 1.000km von Paul Ricard in Frankreich auf dem Programm.
Apr.
Doppelter Einsatz für GetSpeed Performance: Neben dem Rennen in Nürburgring Langstrecken-Serie bringt das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring am kommenden Wochenende auch in der Fanatec GT World Challenge Europe einen Mercedes-AMG GT3 an den Start. Nico Bastian, Olivier Grotz und Florian Scholze pilotieren den neongelben Boliden mit der Startnummer #2 beim Auftaktrennen des Endurance-Cups in Monza. Das Rennen auf dem Hochgeschwindigkeitskurs im Norden von Italien ist das erste von in insgesamt fünf Langstreckenrennen in der GTWC. Saisonhöhepunkt ist 24h-Rennen in Spa-Francorchamps im August.
Die Konkurrenz in der Langstrecken-Wertung der GT World Challenge Europe ist stark. In dem weltweit stärksten GT3-Championat treten beim Saisonauftakt nicht weniger als 44 Fahrzeuge gegeneinander an. 13 Konkurrenten verzeichnet GetSpeed-Teamchef Adam Osieka in der Klasse Pro-Am, in der auch Bastian, Grotz und Scholze nach den Sternen greifen: „Das wird ein hartes Auftaktrennen“, sagt Osieka. „Aber wir lieben die Herausforderung und scheuen den Wettbewerb nicht. Mit Nico, Olivier und Florian sind wir extrem gut aufgestellt und ich bin davon überzeugt, dass wir in unserer Klasse um den Sieg kämpfen können.“
Monza ist für Grotz kein Neuland. Den Vorgänger des aktuellen Modells des Mercedes-AMG GT3 hat er auf der Rennstrecke im königlichen Park bereits getestet. „Ich bin auf das erste Rennen sehr gespannt“, sagt der Luxemburger. „Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich an einem Langstreckenrennen teilgenommen habe. Fahrerwechsel und Strategie – das wird sehr intensiv. Wir müssen als Team funktionieren. Diesen zusätzlichen Reiz mag ich sehr.“ Mit einem Grinsen fügt er hinzu: „Und natürlich bin ich gespannt, ob ich mit dem Evo-Modell schneller sein werde als damals beim Test.“
Der Traditionskurs in Monza fordert Mensch und Material alles ab. Rund 70 Prozent Vollgasanteil machen die 5,793 Kilometer mit ihren nur elf Kurven zu einem echten Highspeed-Erlebnis – Runde für Runde. „Wenn ich an Monza denke, fällt mir direkt ‚wenig Kurven, viele Geraden‘ ein“, sagt Scholze. „Das Layout kommt unserem Mercedes-AMG vermutlich nicht gerade entgegen, trotzdem bin ich diesbezüglich entspannt.“ Die Qualität in der GT World Challenge schätzt Scholze hoch ein: „In der Serie treffen sich in allen Klassen die weltweit besten Fahrer und die Konkurrenz ist groß. Trotzdem denke ich, dass wir in der Pro-Am vorne mitfahren können. Mein persönliches Ziel ist eigentlich wie immer: möglichst nah an die Zeiten der Profis rankommen.“
Das Rennwochenende in Italien beginnt mit einem vierstündigen Test am Donnerstag. Am Freitag folgt ein weiterer Test über 60 Minuten, der den Bronze-Fahrern Grotz und Scholze vorbehalten ist. Am Samstag führen das Freie Training und die Vorqualifikation jeweils über 90 Minuten. Spannend wird es schließlich am Sonntag. Die Startpositionen werden im Zeittraining zwischen 9 und 10 Uhr ausgefahren bevor Startampel um 15 Uhr schließlich auf Grün schaltet. Der Livestream vom Rennen ist unter anderem über den GetSpeed-Facebook-Kanal zu sehen.
Apr.
Mit einem neuen Line-up tritt GetSpeed Performance in diesem Jahr in der GT World Challenge Europe an. Das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring bringt bei allen Läufen zum Endurance-Cup – inklusive dem legendären 24h-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps – einen Mercedes-AMG GT3 mit Nico Bastian, Olivier Grotz und Florian Scholze an den Start.
„Bedingt durch die weltweite Corona-Pandemie und der unvorhersehbaren Entwicklung haben wir unsere Fahrer für die Saison 2021 in der GT World Challenge Europe noch einmal ändern müssen“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Mit Nico, Olivier und Florian haben wir ein sehr erfahrenes Trio, um in der Pro-Am-Wertung vorne mitfahren zu können.“ Neben der GT World Challenge Europe engagiert sich das Team in diesem Jahr erstmalig in der DTM und bringt in der Nürburgring Langstrecken-Serie sowie dem 24h-Rennen in der Grünen Hölle drei Mercedes-AMG GT3 an den Start – zwei davon als werksunterstützte Performance-Fahrzeuge.
Grotz kehrt mit großen Zielen in die GT World Challenge Europe zurück. Der 26-jährige Luxemburger war bereits 2014 und 2015 in dem GT3-Championat am Start. In Silverstone feierte er 2015 einen Sieg in der Am-Klasse. In den darauffolgenden Jahren konzentrierte sich Grotz auf sein Studium, bevor er 2020 in der Ferrari Challenge ein großartiges Comeback feierte: Bei elf Rennen fuhr er neunmal aufs Podium und holte einen Sieg. „Ich bin davon überzeugt, dass wir in der Pro-Am-Klasse ein Wörtchen um die vorderen Platzierungen mitreden können“, sagt Grotz. „Zusammen mit Nico und Florian haben wir eine sehr ausgewogene Fahrerbesatzung.“ Mit dem Mercedes-AMG GT3 kam er bei Testfahrten auf Anhieb gut zurecht: „Ich brauchte einige Runden, um mich einzuschießen. Aber dann konnte ich schnell gute Zeiten fahren. Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung mit GetSpeed.“
Nico Bastian ist fest im europäischen GT3-Sport verwurzelt. 2018 und 2019 gewann er in der Blancpain GT Serie, dem Vorgänger der GT World Challenge Europe, jeweils den Silver-Cup. „Wir sind ein sehr gutes Trio“, sagt Bastian. „Sowohl der junge Olivier als auch Florian mit seinen 47 Jahren haben einen sehr hohen Anspruch an das Projekt. Trotz des Altersunterschieds sind beide extrem hungrig nach Erfolg. Das Paket ist rund, die Basis passt und ich gehe mit einem guten Gefühl in meine erste Saison mit GetSpeed.“ Florian Scholze war bereits 2020 erfolgreich mit GetSpeed unterwegs und wurde zusammen mit Jens Liebhauser Champion in der Am-Wertung. Der Münchner zählt zu den schnellsten Bronze-Piloten.
Der Endurance-Cup der GT World Challenge Europe umfasst fünf Veranstaltungen. Nach dem Saisonauftakt in Monza (16.-18. April) macht die Serie Station in Paul Ricard (28.-30. Mai), ehe vom 29. Juli bis zum 1. August mit dem 24h-Rennen in Spa-Francorchamps das Saisonhighlight auf dem Programm steht. Das Heimspiel für GetSpeed ist das Rennen auf dem Nürburgring (3.-5. September), das Saisonfinale findet in Barcelona (8.-10. Oktober) statt.
März
GetSpeed Performance bringt ein neues Nachwuchstalent in den GT-Sport. Bruno Baptista startet 2021 für das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring in der GT World Challenge Europe. Der 23-jährige Brasilianer nimmt die Saison mit einem Mercedes-AMG GT3 im Silver-Cup des weltweit größten GT3-Championats in Angriff.
„Ich freue mich sehr, zusammen mit Team GetSpeed Performance im Endurance Cup der GTWC an den Start zu gehen“, sagt Baptista. „Das Team hat die Qualität, in der Meisterschaft erfolgreich zu sein, das habe ich bei unseren Tests in Paul Ricard schnell gemerkt. Dazu will ich meinen Teil beitragen. Mein Ziel ist es, im europäischen Langstreckensport Fuß zu fassen und Erfahrungen zu sammeln. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf guten Ergebnissen im Silver-Cup, in dem man sich als aufstrebendes Talent beweisen kann.“
Der Endurance Cup der GTWC ist für Baptista der nächste Schritt auf der Karriereleiter. In der brasilianischen Metropole São Paulo geboren, entdeckte er früh seine Leidenschaft für den Kartsport. In den Fußstapfen von Ayrton Senna und Rubens Barrichello führte ihn sein Weg zunächst im Formelsport bis in die GP3-Serie. Von 2017 bis 2020 startete er in der südamerikanischen Porsche Endurance Serie und in der brasilianischen Stock Car Meisterschaft.
„Nicht nur für Bruno ist es Zeit, den nächsten Schritt zu machen“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Nach unseren ersten Einsätzen in der GT World Challenge im vergangenen Jahr, starten wir nun 2021 durch und bringen für die komplette Saison ein Fahrzeug im Silver-Cup an den Start. Bruno hat bei unseren Tests eine exzellente Performance gezeigt. Wir bringen ein leistungsfähiges Paket an den Start. Wer die Rennen an seiner Seite bestreiten wird, geben wir in Kürze bekannt.“
Der Endurance-Cup der GT World Challenge Europe umfasst fünf Veranstaltungen. Nach dem Saisonauftakt in Monza (16.-18. April) macht die Serie Station in Paul Ricard (28.-30. Mai), ehe vom 29. Juli bis zum 1. August mit dem 24h-Rennen in Spa-Francorchamps das Saisonhighlight auf dem Programm steht. Der Heimspiel für GetSpeed ist das Rennen auf dem Nürburgring (3.-5. September), das Saisonfinale findet in Barcelona (8.-10. Oktober) statt.
Feb.
Mit einem intensiven Testprogramm bereitet sich GetSpeed Performance auf die Motorsport-Saison 2021 vor. Den Anfang macht das Team rund um Adam Osieka bei Testfahrten auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya vom 8. bis 10. Februar (Barcelona / Spanien). Ziel ist es, unter anderem für die bereits feststehenden Einsätze in der GT World Challenge Europe und der Nürburgring Langstrecken-Serie die besten Fahrerpaarungen zusammenzustellen.
Insgesamt setzt GetSpeed vier Mercedes-AMG GT3 in Barcelona ein. In den Cockpits wechseln sich Stammpiloten mit neuen, internationalen Fahrern ab. „Unsere Planungen für die GTWC inklusive dem 24h-Rennen in Spa-Francorchamps umfassen aktuell zwei Fahrzeuge in den Kategorien Silber und Pro-Am“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Bei den Tests sind einige vielversprechende Talente dabei, die für unsere Rennprogramme in Frage kommen. Wir haben ausreichend Zeit, zusammen zu arbeiten und uns alles genau anzuschauen, sodass wir am Ende wettbewerbsfähige Pakete schnüren können.“ Zusätzlich zum Engagement in der GT World Challenge Europe startet GetSpeed mit mindestens einem Mercedes-AMG GT3 in der GT Rebellion. Die neue Serie von SRO-Gründer Stephane Ratel richtet sich ausschließlich an Bronze-Fahrer. „Wir haben in der International GT Open gezeigt, dass wir im Segment Amateursport sehr stark sind und in der AM-Wertung auf Anhieb den Titel geholt“, sagt Osieka. Gesetzt ist auch der Einsatz von drei Mercedes-AMG GT3 in der Nürburgring Langstrecken-Serie und beim ADAC 24h-Rennen Nürburgring.
„Darüber hinaus führen wir Gespräche für eine Teilnahme am ADAC GT Masters, das in diesem Jahr mit dem Status als ‚Internationalen Deutschen GT-Meisterschaft‘ noch mehr Bedeutung gewonnen hat. Die DTM, die in diesem Jahr ebenfalls auf GT3-Fahrzeuge setzt, ist auch eine interessante Option“, sagt Osieka. Das komplette Rennprogramm für die Saison 2021 und die Fahrer werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Nov.
Mit einer soliden Leistung haben Alessio Lorandi, Fabian Schiller und Yelmer Buurman im Mercedes-AMG GT3 die GT World Series Europe 2020 beendet. Das GetSpeed-Trio fuhr im Finalrennen über die Distanz von 1.000 Kilometer im französischen Paul Ricard als zweitbestes Mercedes-AMG-Team auf Rang 15. Der Rennstall aus dem Gewerbepark am Nürburgring absolvierte in der Champions-League des GT3-Sports in diesem Jahr ausgesuchte Veranstaltungen und plant 2021 die komplette Saison.
„Für uns stand in dieser Saison, in der wir an drei Rennen teilgenommen haben, im Vordergrund, zu lernen und die teils sehr komplexen Abläufe in der GT World Challenge zu verinnerlichen“, sagt Teamchef Adam Osieka. „In der kommenden Saison wollen wir die komplette Serie fahren und dann voll angreifen.“ Die Leistung von Lorandi, Schiller und Buurman schätzt Osieka hoch ein: „Paul Ricard kommt dem Mercedes-AMG GT3 nicht unbedingt entgegen. Trotzdem waren wir von der Pace her im Rennen gut aufgestellt. Allerdings ist es uns im Qualifying, wo es sehr eng zur Sache ging, nicht gelungen, unsere Leistung auf den Punkt abzurufen. Platz 15 von 40 GT3-Fahrzeugen ist sicherlich nicht das Traumergebnis, trotzdem können wir zufrieden sein.“ Am Ende verhinderten auch zwei Strafen – eine wegen eines Fehlstarts und eine wegen Unterschreitung der Mindesttankzeit – ein besseres Resultat. „Diese beiden Strafen haben uns mehr als 90 Sekunden gekostet und wir hatten keine Chance, viel Boden gut zu machen“, sagt Fabian Schiller. „Das ist schade, aber in diesem Jahr standen in der GTWC nicht die Ergebnisse im Vordergrund. Wir haben viele Erfahrungen gesammelt, die wir in der Zukunft umsetzen möchten.“
Lorandi bestritt zusammen mit GetSpeed seine erste GT3-Saison. Der 22-jährige Italiener wechselte erst in diesem Jahr aus dem Formelsport in den Sportwagensektor. „Meine Lernkurve verlief sehr steil“, sagt er. „Ich konnte mich im GetSpeed-AMG stetig verbessern und habe eine Menge gelernt. Das Team hat auch in Paul Ricard wieder einen fantastischen Job gemacht. In meinem ersten Stint konnte ich gut mithalten. Im zweiten habe ich mich dann darauf konzentriert, das Auto für die letzten zwei Rennstunden sicher an Fabian zu übergeben.“ Lorandi hofft, dass er möglichst bald wieder im GT3 Platz nehmen kann: „Ginge es nach mir, würde ich gerne möglichst schnell weitermachen.“
Der Wettbewerb in der GT World Challenge ist extrem hart. Umso bemerkenswerter sind die Resultate von GetSpeed Performance in der Debütsaison. Beim Auftakt im italienischen Imola war das Team auf Position sechs mit Ausblick auf einen Podestplatz unterwegs, als Schiller von einem Kontrahenten unsanft ins Aus befördert wurde. Beim Heimspiel auf dem Nürburgring schlug dann die große Stunde von Lorandi, Schiller & Co. Die Newcomer fuhren im 6-Stunden-Rennen auf dem Eifelkurs auf Position sieben.
Die Motorsportsaison 2020 ist für GetSpeed Performance nun beendet. Insgesamt wurden 18 Renneinsätze mit bis zu drei Mercedes-AMG GT3 absolviert. Siebenmal standen GetSpeed-Piloten ganz oben auf dem Siegerpodest. „Das Jahr 2020 werden wir so schnell nicht vergessen“, sagt Osieka. „Aus sportlicher Sicht war alles dabei – fantastische Siege und herbe Rückschläge. Wir sind jedoch ein Team, was selbst einem enttäuschenden Ergebnis noch etwas Gutes abgewinnen kann. Schließlich lernt man immer dazu und kann daran arbeiten, seine Performance Stück für Stück zu steigern. Nun laufen bei uns bereits die Vorbereitungen für die Saison 2021 auf Hochtouren. Denn auch im kommenden Jahr streben wir wieder nach diesem einzigartigen Gefühl: Erfolg.“
Sep.
Mit einer Top-Platzierung hat GetSpeed Performance das zweite Rennen in der GT World Challenge Europe beendet. Beim 6-Stunden-Rennen der GT3-Champions-League auf dem Nürburgring fuhren Maximilian Buhk, Alessio Lorandi und Fabian Schiller mit dem Mercedes-AMG GT3 #100 auf den hervorragenden siebten Rang. Vor allem die Steigerung gegenüber dem Saisonauftakt im italienischen Imola, als der knallgelbe GT3 des Teams auf Position sechs liegend von einem Konkurrenten ins Aus befördert wurde, stimmt Teamchef Adam Osieka zuversichtlich: „Das war erst unser zweiter Einsatz in der GT World Challenge und wir haben uns sowohl im Qualifying als auch im Rennen deutlich verbessert – das ist eine Tendenz, die ich mir immer wünsche.“
Fast 50 GT3-Fahrzeuge von neun unterschiedlichen Herstellern machten den Endurance Cup auf dem Nürburgring zu einem sechs Stunden dauernden Vollgas-Sprint mit hoher Leistungsdichte. Bereits im dreigeteilten Qualifying ging es extrem eng zur Sache. Mit 0,589 Sekunden Rückstand auf die Pole-Position qualifizierte sich das Trio für Startplatz 15.
Den Grundstein für das gute Ergebnis beim Heimspiel legte in der Anfangsphase Maximilian Buhk: Aus der ersten Rennrunde kehrte der 27-Jährige auf Platz sieben liegend zurück. Im weiteren Rennverlauf arbeitete sich Buhk bei seinem Doppel-Stint bis auf Platz vier nach vorne und übergab die #100 an Lorandi. Der Italiener absolvierte ebenfalls einen Doppel-Stint bevor Fabian Schiller für die letzten zwei Rennstunden ins Cockpit des Mercedes-AMG GT3 kletterte und auf Platz acht die Ziellinie überquerte. Wegen einer Zeitstrafe gegen einen Konkurrenten rutsche die GetSpeed-Mannschaft im Ergebnis einen Rang nach vorne und wurde auf Platz sieben gewertet.

„Wir können mit unserer Performance zufrieden sein. Alle drei Fahrer haben eine fehlerfreie Leistung abgeliefert. Einige Dinge kann man im Rennen selber nicht beeinflussen. So hatten wir am Ende einer Safetycar-Phase etwas Pech, weil das Fahrzeug vor uns nicht aufschloss und wir dadurch Zeit verloren haben. Bis zum Saisonfinale in Paul Ricard liegt noch etwas Arbeit vor uns. Im Gegensatz zum Rennen in Imola gab es am Nürburgring keine Mindeststandzeiten bei den Boxenstopps. Hier müssen wir uns noch verbessern“, resümiert Osieka.
Im GT World Challenge Europe Endurance Cup geht es für Buhk, Lorandi und Schiller erst im November weiter: Vom 13. bis 15. November 2020 steht das 1000km-Rennen im französischen Paul Ricard auf dem Plan. Für die GetSpeed-Mannschaft geht es hingegen ohne Pause zum nächsten Rennen. Der Red Bull Ring in Spielberg (Österreich) ist vom 12. bis 13. September 2020 Austragungsort für das dritte Rennwochenende in der International GT Open.
Alessio Lorandi (#100, Mercedes-AMG GT3): „Das war erst mein zweites GT3-Rennen und gleichzeitig auch das zweite Rennen mit GetSpeed. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Das Starterfeld mit fast 50 Fahrzeugen war extrem stark und ich habe viel gelernt. In meinem ersten Stint war ich beim Überrunden von Fahrzeugen nicht aggressiv genug, nicht so konsequent. Das hat Zeit gekostet, denn die lassen dich nicht einfach mal eben vorbeifahren. Das war für mich eine völlig neue Erfahrung. Im zweiten Stint nach dem Boxenstopp hat das viel besser geklappt. Wenn ich alles zusammenzähle, hätte es am Ende vielleicht sogar Platz fünf oder sechs werden können. Aber hätte und wäre zählt nicht. Ich freue mich auf Paul Ricard – beim Finale wollen wir uns erneut verbessern.“
Sep.
Das Team GetSpeed Performance gönnt sich aktuell keine Pause. Eine Woche nach dem guten Abschneiden in der Nürburgring Langstrecken-Serie mit Rang vier als bestes Mercedes-AMG-Team, geht es für die Crew ohne Pause weiter. Am kommenden Wochenende (4. bis 6. September 2020) steht das zweite Rennwochenende des Endurance-Cup der GT World Challenge auf dem Programm. Die Champions League des GT3-Sports ist auf dem Nürburgring zu Gast – ein Heimspiel für GetSpeed.
Die Mannschaft rund um Adam Osieka setzt im Endurance-Cup einen Mercedes-AMG GT3 mit Maximilian Buhk, Alessio Lorandi und Fabian Schiller ein. Nach den guten Leistungen vom Auftaktrennen im italienischen Imola, die nach einer unverschuldeten Kollision unbelohnt blieb, ist der Teamchef zuversichtlich. „Das Ziel ist, bei unserem Heimspiel auf dem Nürburgring um den Sieg mitzufahren“, sagt Osieka. „Das wird alles andere als einfach, aber wir lieben die Herausforderung.“ Einen wirklichen Heimvorteil sieht er hingegen nicht: „Den Nürburgring Grand-Prix-Kurs kennt eigentlich jedes Team und jeder Fahrer, hier haben wir keinen echten Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Vielmehr liegt in der GT World Challenge der Teufel im Detail. Neben dem Rennenfahren kommt es vor allem auf optimale Abläufe bei den Boxenstopps an. Dies ist uns in Imola hervorragend gelungen. Wir haben weiter an uns gearbeitet, um das auch am Nürburgring ebenso perfekt erneut umsetzen zu können.“
Der Nürburgring ist vor allem durch die legendäre Nordschleife in der ganzen Welt bekannt. Das GT3-Championat bestreitet das Rennen hingegen auf dem Grand-Prix-Kurs in einer speziellen Variante. Im Gegensatz zu Formel 1 und DTM wird die flüssige und schnelle Motorrad-Version der Veedol-Schikane gefahren.
Bereits am Donnerstag bestreitet GetSpeed den offiziellen Test. Das Freie Training der GT World Challenge findet am Samstagmorgen um 09:00 Uhr statt und führt genauso über 90 Minuten wie das Pre-Qualifying um 13:35 Uhr. Die Startplätze für das Rennen werden Im Qualifying zur Primetime zwischen 19:10 und 20:10 Uhr ausgefahren. Die Startampel für das Sechs-Stunden-Rennen schaltet am Sonntagmittag um 11:45 Uhr auf Grün. Alle Sessions werden im Livestream unter www.gt-world-challenge-europe.com übertragen.
Alessio Lorandi (#100): „Ich habe beim Auftakt in Imola – meinem ersten GT3-Rennen überhaupt – eine Menge gelernt und will jetzt auf dem Nürburgring daran anknüpfen und mich weiterentwickeln. Das Team und meine Teamkollegen haben am Nürburgring jede Menge Erfahrung – davon kann ich nur profitieren. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir erneut vorne mitfahren können. Für mich beginnt das Rennwochenende bereits mit dem Test am Donnerstag, wo ich viele Runden absolvieren möchte und das Feedback des Teams umsetzen will. Danach gilt es, im Qualifying ein gutes Resultat abzuliefern und dann im Rennen vor allem fehlerfrei zu bleiben.“
Aug.
Nach der Pole-Position und dem Klassensieg beim vierten Rennen zur Nürburgring Langstrecken-Serie und den hervorragenden Leistungen beim Auftaktrennen in der GT World Challenge Europa geht es für GetSpeed Performance am kommenden Wochenende mit Vollgas weiter: Vom 7. bis 9. August 2020 startet das Team von Adam Osieka mit zwei Mercedes-AMG GT3 auf dem Hungaroring bei Budapest in der International GT Open.
Jens Liebhauser und Florian Scholze starten im Mercedes-AMG GT3 #44 in der Klasse Am zum ersten Mal in der GT Open. Sein Debüt in der GT-Rennserie gibt auch ‚Max‘, der mit GetSpeed bereits erfolgreich Rennen in der NLS gefahren ist. In Ungarn teilt er sich das Cockpit des zweiten AMG GT3 #11 mit Fabian Schiller. Das Duo ist in der Pro-Am-Klasse eingestuft. „Wir sind im vergangenen Jahr bereits Rennen in der GT Open Meisterschaft gefahren und haben uns dort auf Anhieb sehr wohl gefühlt. Der Hungaroring ist neu für uns, aber wir haben in Imola bereits gezeigt, dass wir uns schnell auf eine neue Rennstrecke einstellen können“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Unsere beiden Fahrzeuge sind stark besetzt. Ich bin überzeugt das wir erneut eine gute Leistung abliefern und um Siege mitfahren können.“
Seit 1986 ist der Hungaroring permanent im Formel-1-Kalender vertreten. Der 4,381 Kilometer lange Kurs wird aufgrund seiner Lage oft als flacher Teller bezeichnet. 2016 wurde die gesamte Strecke neu asphaltiert, die zuvor charakteristischen Bodenwellen sind nun nahezu verschwunden. Der Hungaroring zählt zu den Strecken, auf denen das Überholen besonders schwierig ist. Abgesehen von der Start-Ziel-Geraden und dem folgenden Geradeaus-Stück lässt die Strecke wenig Platz für verschiedene Linienwahlen. Besonders der Mittelsektor verlangt präzises Fahren und ein sehr gut liegendes Auto.
In zwei Qualifyings am Samstag und am Sonntag – jeweils ab 10:15 Uhr – geht es zunächst um die besten Startplätze. Das erste Rennen über die Distanz von 70 Minuten beginnt am Samstag um 14:15 Uhr. Am Sonntag geht es ab 14:15 Uhr in das zweite Rennen über 60 Minuten. Beide Rennen werden auf der offiziellen Webseite www.gtopen.net/en/ live übertragen.
Stimmen vor dem Rennen
Max (Mercedes-AMG GT3, #11): „Ich freue ich darauf, endlich mal wieder mit GetSpeed an den Start zu gehen. Für mich wird das Wochenende in Ungarn in zweierlei Hinsicht spannend: Nach vielen Jahren mit Langstreckenrennen auf dem Nürburgring ist das mein erstes Sprintrennen und zudem meiner erster Rennstart mit einem GT3 überhaupt. Ich kann es kaum erwarten.“
Fabian Schiller (Mercedes-AMG GT3, #11): „Imola, Nordschleife und jetzt der Hungaroring – unser Rennkalender für die zweite Jahreshälfte ist gut gefüllt. Ich kenne die Strecke bereits aus der damaligen Blancpain-Serie. Sie ist technisch sehr anspruchsvoll und bietet nicht viele Überholmöglichkeiten. In den Trainingssitzungen haben wir ausreichend Zeit, uns mit der Strecke vertraut zu machen und ein gutes Setup zu entwickeln, sodass wir in beiden Rennen vorne mitfahren können.“
Jens Liebhauser (Mercedes-AMG GT3, #44): „Nach so einer langen Pause sind wir heiß darauf, endlich wieder im Rennauto zu sitzen. Wir haben uns mit Schaltkartfahren vorbereitet und gehen davon aus, dass wir ein Podium einfahren – auch wenn der Hungaroring nicht unbedingt zu unserer Hausstrecke zählt. Wir müssen uns in den Trainings erstmal mit der Strecke vertraut machen. Mit der Startnummer 44 habe ich schon die Ferrari Challenge Europa und das Weltfinale gewonnen und ich hoffe, sie bringt uns auch dieses Mal Glück. Unser Ziel ist ein Podium im ersten Rennen am Samstag und am Sonntag dann der erste Platz. Klingt sehr optimistisch, aber wir sind Rennfahrer, um zu gewinnen. “
Florian Scholze (Mercedes-AMG GT3, #44): „Endlich geht es, wenn auch mit Verzögerung, auch für uns los mit der Saison 2020. Ich bin mega gespannt, was uns am Wochenende in Budapest erwartet. Die GT Open mit den zwei Sprintrennen am Samstag und am Sonntag sind neu für uns. Ich kenne nur sehr wenige Fahrer, insofern ist die Konkurrenz schwierig einzuschätzen. Die Strecke müssen wir erst noch kennenlernen, aber das ist in den Trainingssitzungen machbar.“
Juli
Mit einem guten Gefühl trat das Team GetSpeed Performance nach dem Saisonauftakt der GT World Challenge Europe im italienischen Imola die Heimreise an. Maximilian Buhk, Alessio Lorandi und Fabian Schiller haben in dem hart umkämpften GT3-Championat ihre Performance unter Beweis gestellt und die Mannschaft rund um Teamchef Adam Osieka hat unterstrichen, dass sie der neuen Herausforderung gewachsen ist. Das Ergebnis hingegen – Platz 39 von 46 Fahrzeugen – spiegelte am Ende nicht die Leistung wider. Schiller wurde auf Position sechs liegend 52 Minuten vor Rennende von einem Konkurrenten abgeschossen.
„Unser Fazit nach dem ersten Rennwochenende in der GT World Challenge fällt positiv aus“, sagt Teamchef Adam Osieka. „Wir haben in der stärksten GT3-Meisterschaft Neuland betreten und mit guten Leistungen auf uns aufmerksam gemacht. Dass am Ende kein zählbares Ergebnis zu Buche steht, ist sehr ärgerlich aber damit können wir leben. Schließlich wurde Fabian Schiller auf Position sechs liegend unverschuldet ins Aus befördert. Das gehört leider im Motorsport dazu.“

Zum ersten Mal startete die GT World Challenge auf dem Traditionskurs im italienischen Imola. Dementsprechend verfügte kein Team über entsprechende Erfahrungswerte – gleiche Voraussetzungen für alle. Im Pre Qualifying zeigte sich mit Platz sechs, dass bei GetSpeed die gewissenhafte Arbeit aus den Test- und Trainigssitzungen schnell Früchte trug. Nach dem komplexen Qualifying, in dem die Rundenzeiten aller drei Fahrer zusammengerechnet werden, belegte das Team mit nur 0,567 Sekunden Rückstand auf die Spitze einen ordentlichen 21 Startplatz.
Der erfahrene Maximilian Buhk übernahm den ersten Stint und kämpfte sich im dichten Gedränge der Startphase bis auf 19 nach vorne. Rookie Alessio Lorandi übernahm den Mittelstint, blieb in seinem ersten GT3-Rennen fehlerfrei und übergab das Steuer für den Schlussstint auf Position 15 liegend an Fabian Schiller. Der zweite Boxenstopp war eine Meisterleistung in Sachen Timing und Abläufe. Auf Position sechs kehrte der Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed ins Rennen zurück. 52 Minuten vor Ende fand sich Schiller dann unverschuldet im Kiesbett wieder und das Rennen war gelaufen. Ein Verfolger hatte sich verbremst und den 23-Jährigen von der Strecke geschoben.

„Wir blicken jetzt nach vorne“, sagt Osieka. „Am 5. und 6. September findet auf dem Nürburgring der nächste Lauf im Endurance Cup statt. Wir wissen, dass wir in der Lage sind, um die vorderen Plätze mitzukämpfen. Und das wollen wir bei unserem Heimrennen natürlich auch tun.“
Stimmen der Fahrer nach dem Rennen
Maximilian Buhk: „Einfach abhaken. Schade, denn ein fünfter oder sechster Platz wäre ein tolles Ergebnis gewesen. Im Training habe ich mich zunächst etwas schwergetan. Erst hatte ich keine perfekte Pace im Auto, dann ist bei mir das Qualifying danebengegangen. Im Rennen waren wir so schnell wie alle anderen und kamen gut nach vorne, weil wir auf der Strecke und bei den Boxenstopps keine Fehler gemacht haben. Genau das war unser Ziel, von daher können wir mit unserer Leistung insgesamt zufrieden sein. Und wir haben als neues Team in der GT World Challenge sehr viel gelernt, was die gesamte Herangehensweise in dieser Meisterschaft angeht. Wenn wir alles sauber analysieren und umsetzen, wird auch in diesem extrem ausgeglichenen Teilnehmerfeld mit uns zu rechnen sein.“
Alessio Lorandi: „Ich bin mit der Leistung des gesamten Teams wirklich glücklich. Alle haben einen perfekten Job gemacht und niemand hat sich einen Fehler geleistet. Vor allem im Rennen hatten wir eine sehr gute Pace und konnten uns Schritt für Schritt nach vorne arbeiten. Das ist in Imola sehr mühsam, weil die Strecke extrem eng ist. Mein erster Stint über eine Stunde in einem GT3-Fahrzeug war überwältigend. Die Boxenstopps, die Hitze im Fahrzeug – das habe ich in der Form noch nicht erlebt. Ich habe mich mit den Fahrern vor mir duelliert und musste immer auch ein Auge nach hinten haben, weil auch die extrem Druck gemacht haben. Das Wichtigste war, keinen Fehler zu machen. Und das ist mir gut gelungen.“
Fabian Schiller: „Abgesehen vom Rennergebnis hatten wir einen wirklich guten Einstand in die Serie. Wir haben gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist – auch außerhalb der Nürburgring Nordschleife. Wo wir noch Luft nach oben haben, ist die One-Lap-Performance im Qualifying. Im Rennen lief es dafür umso besser. Bei beiden Boxenstopps konnten wir Plätze gut machen. In meinem Stint war das Ziel, zu Beginn die Reifen zu schonen. Wir hätten also am Schluss noch einmal angreifen können. Dazu kam es dann ja leider nach dem Unfall nicht mehr. Das größte Kompliment geht an unsere Mechaniker.“

